Suche

Häuserhüllen rahmen Licht gegen
Leere, begrenzen Dunkelheit.
Schatten sinken tiefer in Nebel,
Inseln aus Licht gebettet in Schnee,
über eventuelle Sterne Nacht gespannt.

Fremd vertraute, verhärmt den
Winter durchziehende Häuserzeilen
abgeschnitten, hinter das Sichtbare
gedrängt, säumen zahllose in die
Vergangenheit entlassene Augenblicke.

In Schweigen ruht

In Schweigen ruht gefroren unbewusste Nacht,
als Sandkörner in ewigem Stundenglas sind
Sterne, Galaxien geworfen ins Nichts,
schaffen Raum durch ihrer Bahnen Wellen,
verschwenden, verzehren sich,
unerkannt, ungerühmt.

Leere, Weite, Augenblicke, Ewigkeiten
liegen verschlossen in schwarzer Stille,
des Seins beraubt ohne erlösenden Schrei
eines vom Licht Getroffenen,
eines dem Licht Geöffneten.

Welt, Leben, Tod – dem Nichts entrissen
durch von Lippen geformten Atem,
Spiegel durchschreitend eintauchen in
ursprüngliche, ungewusst gefrorene Nacht –
Sieh! und Schrei!