Reise

Ich bin aufgebrochen, eine Reise zu unternehmen.
Als ich die erst vor wenigen Tagen zurückgelassenen Häuser wiedersehe,
kommt mich ein Gefühl der Fremde an.

Der Geschmack von Winter ist bereits fühlbar in nebliger Luft,
Bäume ungewohnt kahl.

Schneidende Kälte wird noch das anhaftendste Alte forttragen,
vorüberziehender Schnee schützt das im Verborgenen Wachsende,
bevor im Frühling die Erde es ins Licht entlässt.

Gestern noch dachte ich, dem Ankommen ferner zu sein, als je,
heute weiß ich, dass jeder Schritt ein Ankommen ist.

Wunder

Am Abgrund entlang,
durch zwei Unmöglichkeiten tanzen,
entwurzelt anderen Halt finden.

Geworfen in lichtes Blau
umkreisen Sonnenmond, ich,
Erde, sich.

Diese Zeilen kamen mir gestern morgen in den Sinn, an meinem Platz sitzend, den umgestürzten Baum und die Vögel am Himmel betrachtend. Mir fiel auf, dass die Sonne ziemlich genau dort stand, wo am Abend zuvor der Mond zu sehen gewesen war.