Später, am selben Abend

Wie ist Jens hierhergekommen? Nicht warum, das leuchtet ein, unmittelbar, unzweifelhaft, doch das Wie, das Wie ist die Frage, die ich mir stelle. Weniger wegen Jens, doch vielleicht machte es mir Mut zu wissen, wie ihm das gelang, was mich so ratlos macht.

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Ein Abend

Seit dem frühen Morgen, jedenfalls seit es hell wurde – so hell es geworden ist – trieb der Wind Wolken über das Meer, grimmige Heerscharen, die unaufhörlich gegen den Tag anstürmten.
Das Land gleicht dem Meer, in Wellen rollen die Felder und Weiden von Horizont zu Horizont, auf Hügeln stehen vereinzelte Bauernhöfe, wie Fischerboote auf dem Meer zerstreut, umgeben von windschief gebeugten Bäumen, wie gefrorener Gischt, als sei das Land der Zeit beraubter Raum.

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Aufgang

Steigendes Licht prägt Tagen voller Anfang
ahnungsvoll von Abschied bebende Schatten ein.
Im Beginn in mir, dort wo Verbindung ich gesucht –

nächtelang unausgesprochener Fragen Widerhall
in die Stille tastend mir selbst entfernt –

dort, wo Verbindung ich wähnte, fand
zum Kreis geschlossen ich,
verlorenen Weg, mich.