Verloren

Den du mir gabst, den Namen,
fülle ich nicht.
Klaffender Leere Abgrund
ängstigt mich.

Erkenne mich,
doch mir zugewandt bleibend
verlierst du mich,
wenn unter dem Gewicht
meiner Leere leidend,
mein ich zerbricht.

Die Räume, die sie öffnen,
die Worte,
trennen oder verbinden sie?

The abundance of the barren lands, necessity.
The necessity of the abandoned –

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Traumweben

Träumer bin ich, getragen
vom Netz, das ich webe,
meinem Traum.

Die wir gemeinsam kreisen
weben, was uns verbindet,
Träumer, den Traum,

der wir sind.

20. Juni 2012

Voller Dankbarkeit für das Lied, die Kraft und Verbindung. Mitakuye Oyasin.

Abendstimmung

Aus den Himmeln fällt Stille über die Weiten,
verstummender Wind lässt aus verblassten
Farben Nebel steigen,
offener spannt sich der Geist,
dessen Gedanken schweigen,
weiter, als des Tages Augen ihn trugen,
über den die Feen sanfte Schwingen breiten.

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Gerade heute Abend auf einer Bahnfahrt in den Abend und einen tollen Sonnenuntergang kamen mir ganz unverhofft diese Zeilen in den Sinn. Danke dafür und schöne Grüße!

Ein Abend

Seit dem frühen Morgen, jedenfalls seit es hell wurde – so hell es geworden ist – trieb der Wind Wolken über das Meer, grimmige Heerscharen, die unaufhörlich gegen den Tag anstürmten.
Das Land gleicht dem Meer, in Wellen rollen die Felder und Weiden von Horizont zu Horizont, auf Hügeln stehen vereinzelte Bauernhöfe, wie Fischerboote auf dem Meer zerstreut, umgeben von windschief gebeugten Bäumen, wie gefrorener Gischt, als sei das Land der Zeit beraubter Raum.

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