Winternacht

Am Rande des Vergessens,
wo widerstrebend nur

das Bewusstsein sich Nebel
verhangenen Schlafes Tiefen ergibt,

atmen reine, lange Schatten Weite
in die Stille einer Winternacht.

Mit dem Atem verweht Kälte
die Erinnerung an einen Traum,

in Schleiern durchzieht schweigend
Schwermut eine Winternacht.

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Mondscheingassen

gezwängt in enge Häuserzeilen,
die nächtliche Stille von Schritten
durchhallt, regennass trüber Glanz

von der Bühne flackernder Schein
unbemerkt in verlassenem Parkett,
Lächeln an kaltem Glas kondensiert.

Schritte, wie Atemhauch flüchtig,
verhallen in unberührter Nacht,
ungehört in Mondscheingassen.

Foto: © streiflichter