Verloren

Den du mir gabst, den Namen,
fülle ich nicht.
Klaffender Leere Abgrund
ängstigt mich.

Erkenne mich,
doch mir zugewandt bleibend
verlierst du mich,
wenn unter dem Gewicht
meiner Leere leidend,
mein ich zerbricht.

Die Räume, die sie öffnen,
die Worte,
trennen oder verbinden sie?

The abundance of the barren lands, necessity.
The necessity of the abandoned –

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Abend

Eine Saite ist durch mich hindurchgegangen, leise –

des Tages Leere hat Abschied genommen,
voller Hinwendung ist der Abend und voller Empfang,

behutsam den Atem verhaltend gebe ich mich hin,
bedacht, dass sie nicht reißen möge –

sanft zitterndes Beben entrang sich ätherischem Gespinst.

September 2009

Foto: © streiflichter

In Schweigen ruht

In Schweigen ruht gefroren unbewusste Nacht,
als Sandkörner in ewigem Stundenglas sind
Sterne, Galaxien geworfen ins Nichts,
schaffen Raum durch ihrer Bahnen Wellen,
verschwenden, verzehren sich,
unerkannt, ungerühmt.

Leere, Weite, Augenblicke, Ewigkeiten
liegen verschlossen in schwarzer Stille,
des Seins beraubt ohne erlösenden Schrei
eines vom Licht Getroffenen,
eines dem Licht Geöffneten.

Welt, Leben, Tod – dem Nichts entrissen
durch von Lippen geformten Atem,
Spiegel durchschreitend eintauchen in
ursprüngliche, ungewusst gefrorene Nacht –
Sieh! und Schrei!