Suche

Häuserhüllen rahmen Licht gegen
Leere, begrenzen Dunkelheit.
Schatten sinken tiefer in Nebel,
Inseln aus Licht gebettet in Schnee,
über eventuelle Sterne Nacht gespannt.

Fremd vertraute, verhärmt den
Winter durchziehende Häuserzeilen
abgeschnitten, hinter das Sichtbare
gedrängt, säumen zahllose in die
Vergangenheit entlassene Augenblicke.

Advertisements

Mondscheingassen

gezwängt in enge Häuserzeilen,
die nächtliche Stille von Schritten
durchhallt, regennass trüber Glanz

von der Bühne flackernder Schein
unbemerkt in verlassenem Parkett,
Lächeln an kaltem Glas kondensiert.

Schritte, wie Atemhauch flüchtig,
verhallen in unberührter Nacht,
ungehört in Mondscheingassen.

Foto: © streiflichter

Gefrorene Zeit, ein Gastbeitrag von Karfunkelfee

Immerwiederkehrende
gleiche Nächte
in Felsenschächten
stockt jahrmillionenaltes Eis
alles bleibt darin gefangen
tief schlundet
feuerfließend eingeschlossen
die Ewigkeit
in Stein, in Sternen,
im Erdherzen,
ein Flussversprechen
wärmerer Zeit.

Frostfrorn stehn
Gräser am Himmel
ihre spröden Stimmen
klagen filigran
in ihrem Zerbrechen
ihre Zartheit an
Eis ist gewissenlos
es tröstet
was es einfrieren kann.

© Karfunkelfee

In Schweigen ruht

In Schweigen ruht gefroren unbewusste Nacht,
als Sandkörner in ewigem Stundenglas sind
Sterne, Galaxien geworfen ins Nichts,
schaffen Raum durch ihrer Bahnen Wellen,
verschwenden, verzehren sich,
unerkannt, ungerühmt.

Leere, Weite, Augenblicke, Ewigkeiten
liegen verschlossen in schwarzer Stille,
des Seins beraubt ohne erlösenden Schrei
eines vom Licht Getroffenen,
eines dem Licht Geöffneten.

Welt, Leben, Tod – dem Nichts entrissen
durch von Lippen geformten Atem,
Spiegel durchschreitend eintauchen in
ursprüngliche, ungewusst gefrorene Nacht –
Sieh! und Schrei!

Nachts

Schlaf nur ruhig, meine Liebste,
sicher und wohl behütet.
Süße Träume sollen dich erquicken
und vergessen machen
des Tages Plagen und Mühen.
Schlaf nur ruhig,
sanft dich wiegend
in einer anderen Welt.
Niemand soll dich stören,
denn ich wache über dich,
staunend und glücklich.
Wie schön du bist,
im Schlaf.