Windesrauschen

Traum
Streichle, umfange mich mit Deiner Stimme,
Vorbote den Schwingen meiner Fantasie,
die mich zu neuen Ufern tragen,
in den Hafen Deiner Umarmungen.

Wunsch
Deine Wunden lass mich mit Küssen bedecken,
Heilung pflanzen in die Abgründe Deiner Seele,

Ahnung
bevor wir uns den Gifttrank mischen, Bitternis
trinken aus dem Kelch zerbrochener Liebe.

Szene
Geliebter, sag, hörst Du die Lerche nicht?
Mich dünkt es war der Wind nur,
leis‘ die Nacht liebkost, mein Herz.

Frage
wohin trägt er Träume,
wann trocknet er Tränen,
der Wind –

Herbstlaub

Februar 2012

Abschied

Musik entrang sich deiner schönen Seele,
die noch ganz im Dasein war,
ganz im Hiersein geborgen sich wähnte,
noch ganz zum Bleiben gestimmt.

Doch schon ziehen die Himmel mächtige
Fahnen auf und schwarzer Flor umwölkt
deine Stirn, du warst fast noch im Bleiben:

als leise bereits deine Musik verklang.

Foto: © streiflichter