Ein Morgen

Hier draußen fällt es mir leicht zeitig aufzustehen. In der Dämmerung gehe ich hinaus auf die Terrasse, barfuß, es ist kühl an diesem Oktobermorgen, Nebel steht über der Wiese und vor der nächsten Kuppe, die Häuser an der Straße sind noch ebenso schemenhaft zu erkennen, wie die Bahn, die dann und wann auf dem einspurigen Gleis vorüber fährt.

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Abendstimmung

Aus den Himmeln fällt Stille über die Weiten,
verstummender Wind lässt aus verblassten
Farben Nebel steigen,
offener spannt sich der Geist,
dessen Gedanken schweigen,
weiter, als des Tages Augen ihn trugen,
über den die Feen sanfte Schwingen breiten.

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Gerade heute Abend auf einer Bahnfahrt in den Abend und einen tollen Sonnenuntergang kamen mir ganz unverhofft diese Zeilen in den Sinn. Danke dafür und schöne Grüße!

Mondscheingassen

gezwängt in enge Häuserzeilen,
die nächtliche Stille von Schritten
durchhallt, regennass trüber Glanz

von der Bühne flackernder Schein
unbemerkt in verlassenem Parkett,
Lächeln an kaltem Glas kondensiert.

Schritte, wie Atemhauch flüchtig,
verhallen in unberührter Nacht,
ungehört in Mondscheingassen.

Foto: © streiflichter