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Häuserhüllen rahmen Licht gegen
Leere, begrenzen Dunkelheit.
Schatten sinken tiefer in Nebel,
Inseln aus Licht gebettet in Schnee,
über eventuelle Sterne Nacht gespannt.

Fremd vertraute, verhärmt den
Winter durchziehende Häuserzeilen
abgeschnitten, hinter das Sichtbare
gedrängt, säumen zahllose in die
Vergangenheit entlassene Augenblicke.

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Ein Abend

Seit dem frühen Morgen, jedenfalls seit es hell wurde – so hell es geworden ist – trieb der Wind Wolken über das Meer, grimmige Heerscharen, die unaufhörlich gegen den Tag anstürmten.
Das Land gleicht dem Meer, in Wellen rollen die Felder und Weiden von Horizont zu Horizont, auf Hügeln stehen vereinzelte Bauernhöfe, wie Fischerboote auf dem Meer zerstreut, umgeben von windschief gebeugten Bäumen, wie gefrorener Gischt, als sei das Land der Zeit beraubter Raum.

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Wunder

Am Abgrund entlang,
durch zwei Unmöglichkeiten tanzen,
entwurzelt anderen Halt finden.

Geworfen in lichtes Blau
umkreisen Sonnenmond, ich,
Erde, sich.

Diese Zeilen kamen mir gestern morgen in den Sinn, an meinem Platz sitzend, den umgestürzten Baum und die Vögel am Himmel betrachtend. Mir fiel auf, dass die Sonne ziemlich genau dort stand, wo am Abend zuvor der Mond zu sehen gewesen war.