Winternacht

Am Rande des Vergessens,
wo widerstrebend nur

das Bewusstsein sich Nebel
verhangenen Schlafes Tiefen ergibt,

atmen reine, lange Schatten Weite
in die Stille einer Winternacht.

Mit dem Atem verweht Kälte
die Erinnerung an einen Traum,

in Schleiern durchzieht schweigend
Schwermut eine Winternacht.

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Reise

Ich bin aufgebrochen, eine Reise zu unternehmen.
Als ich die erst vor wenigen Tagen zurückgelassenen Häuser wiedersehe,
kommt mich ein Gefühl der Fremde an.

Der Geschmack von Winter ist bereits fühlbar in nebliger Luft,
Bäume ungewohnt kahl.

Schneidende Kälte wird noch das anhaftendste Alte forttragen,
vorüberziehender Schnee schützt das im Verborgenen Wachsende,
bevor im Frühling die Erde es ins Licht entlässt.

Gestern noch dachte ich, dem Ankommen ferner zu sein, als je,
heute weiß ich, dass jeder Schritt ein Ankommen ist.